Alle Infos rund um den Persönlichkeitstest IPIP-D-120

Im Folgenden sind alle Daten rund um den Persönlichkeitstest IPIP-D-120 zusammengetragen. Die Hintergründe des IPIP-D-120 sind unter "Allgemeine Informationen" beschrieben. Unter "Validierungsstudie" wird auf die Validierung des IPIP-D-120 Persönlichkeitstests eingegangen und von der Stichprobenzusammensetzung sowie den Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität berichtet. Alle Daten, inklusive der Rohwerte, sind außerdem als .pdf oder .xlsx abrufbar. Entstanden ist die Validierungsstudie innerhalb einer Bachelorarbeit, welche unter "Bachelorarbeit-IPIP-D-120" als .pdf-Download verfügbar ist. Unter "Scoreberechnung und Interpretation" wird beschrieben, wie das Ergebnis des Persönlichkeitstests als Rohwert berechnet wird und wie diese Werte zu bewerten sind. Unter "Persönlichkeitsdimensionen" wird detailliert die Bedeutung der Meta- und Subdimensionen beschrieben. Schließlich sind im letzten Abschnitt unter "Testfragen und Testformat" die Testfragen, das Antwortformat und die Antwortkategorien zu finden.

Allgemeine Informationen

Der IPIP-D-120 stellt eine Adaption des IPIP-NEO-PI-R aus dem Englischen dar. Das IPIP ("International Personality Item Pool") ist eine US-amerikanische Internetplattform, die eine große Anzahl an seriös validierten Tests kostenlos und ohne Copyright-Bedingungen verfügbar macht. Es handelt sich um eine "Public Domain", was mit der deutschen Gemeinefreiheit vegleichbar ist. Der IPIP-D-120 ist genauso wie IPIP-NEO-PI-R kostenlos für private und kommerzielle Zwecke nutzbar. Die einzige Nutzungsbedingung ist eine korrekte Betitelung und Zitation. Testprobanden soll also der vollständige Titel des Tests vorliegen und in Publikationen ist selbstverständlich korrekt zu zitieren.

Validierungsstudie

Stichprobenzusammensetzung

Insgesamt standen zur Reliabilitätsberechnung 79 Probanden zur Verfügung. Zur Berechnung der konvergenten Validität mithilfe des NEO-PI-R bestand die Stichprobe aus 49 Probanden (Rohwertdaten-NEO-PI-R.xlsx). Darüber hinaus wurde außerdem der BF-16 AM und der BFI-10 zur Validierung genutzt (Rohwertdaten BF und BFI.xlsx). Hier ergab sich eine Stichprobe von n= 44.

Objektivität

Die Durchführung und Auswertung der Validierungsstudie ist als objektiv zu betrachten. Die Einweisung erfolgte schriftlich und die Auswertung und Interpretation orientierte sich an allgemein anerkannten Standards. Im Detail ist dies in der Bachelorarbeit nachzulesen.

Reliabilität

Die Reliabilität, berechnet mittels Cronbachs Alpha, weist ein mit Abstrichen gutes Bild auf. Die Big-Five-Metaskalen zeigen alle eine gute Reliabilität. 17 der 30 Subskalen (57%) weisen eine akzeptable bis exzellente Reliabilität auf, 5 Subskalen eine fragwürdige und 8 eine schlechte bis unzureichende Reliabilität. Eine genaue Auflistung ist auf diesem PDF-Dokument "Reliabilitätsanalyse.pdf" dargestellt.

Konvergente Validität

Insgesamt bestätigen die Daten die konvergente Validität. Abgesehen von drei Subskalen korrelieren alle Skalen des IPIP-D-120 stark (r > 0,49) mit dessen Vergleichskalen beim NEO-PI-R bzw. BF-16 AM und BFI-10. Alle Korrelationen sind im Dokument "Konvergente-Validität.pdf" dargestellt.

Scoreberechnung und Interpretation

Der IPIP-D-120 besteht aus insgesamt 120 Fragen bzw. Items. Jeweils 4 Items bilden hierbei eine Subskala. Damit ergeben sich 30 Subskalen, von denen 6 jeweils eine Metaskala, die Big-Five, bilden. Der Score einer Person, also dessen Rohwertergebnis, ist für jede Sub- und Metaskala berechenbar. Ein Rohwert bzw. der Score selbst ist allerdings noch nicht interpretierbar! Berechnet wird der Score, indem den Antworten aller Items, die zu einer Skala gehören, addiert werden. Zuvor muss den Antwortkategorien natürlich ein Zahlenwert zugeordnet wird. Es existieren fünf Antwortkategorien, die von starker Ablehnung aufsteigen bis starke Zustimmung reichen. Der stärksten Ablehnung wird hierbei der Wert "1" zugeordnet. Mit steigender Zustimmung nimmt der Zahlenwert jeweils um den Wert eins zu. Die stärkste Zustimmung erhält somit den Wert "5". Ausnahmen bei dieser Regelung gibt es nur bei negativ gepolten Items. Hier ist die Zahlenwertzuordnung umgekehrt. Die stärkste Ablehnung erhält den Wert "5" und die särkste Zustimmung den Wert "1". Negativ gepolte Items sind im Abschnitt "Testfragen und Testformat" gekennzeichnet.
Die Interpretation der Werte ist nur anhand einer Erhebung umsetzbar. Empfohlen wird hierbei die Daten der eigenen Erhebung zu nutzen. Alternativ werden in regelmäßigen Abständen Interpretationsmaßstäbe auf dieser Seite im Abschnitt "Interpretionsmaßstäbe" veröffentlicht. Diese stammen aus unseren Erhebungen. Alternativ kann der Persönlichkeitstest auch bei uns gemacht werden unter "Persönlichkeitstest". Hier wird eine Interpretation der Rohwerte direkt mit ausgegeben.

Persönlichkeitsdimensionen

Der IPIP-D-120-Persönlichkeitstest misst die Big-Five-Persönlichkeitsdimensionen. Dimensionsmessungen sind hierbei von Typologiezurodnungen abzugrenzen. Bei Dimensionensberechnungen wird einer Person nicht ein Typ zugeordnet, der sich eindeutig von einem anderen Typ abgrenzen lässt und spezifische Eigenschaften besitzt. Bei einer Dimensionsmessung wird die Stärke der Ausprägung auf einer stetig ansteigenden, also stufenlosen Skala für unterschiedliche Dimensionen angegeben. Hierbei ist es zwar möglich Muster zu erkennen, eindeutige Persönlichkeitstypen hingegen gibt es nicht.
Zu den Big-Five Persönlichkeitsdimensionen gehören „neuroticism“ bzw. Neurotizismus, „extraversion“ bzw. Extraversion, „openness to expierience“ bzw. Offenheit für Erfahrung, „agreeableness“ bzw. Verträglichkeit und „conscientiousness“ bzw. Gewissenhaftigkeit (John & Srivastava, 1999; Rauthmann, 2016).

Neurotizismus

Unter Neurotizismus versteht man die Tendenz eines Menschen, negative Gefühle zu erleben. Manches Mal handelt es sich nur um eine negative Emotion, oftmals allerdings auch um mehrere, wie Angst, Wut und Traurigkeit. Menschen, die einen hohen Wert in Neurotizismus aufweisen, reagieren emotionaler und stärker auf Ereignisse als die Meisten. Gewöhnliche Situationen werden eher als gefährlich oder nicht überwindbar wahrgenommen, was oft zu einer langanhaltenden negativen Stimmung führt. Diese Problematik kann sich negativ auf das Entscheidungsverhalten, eine klare Denkweise und den Stressumgang auswirken.
Personen, die einen niedrigen Wert an dieser Stelle aufweisen, sind schwerer zu verärgern und reagieren weniger emotional. Sie bleiben in der Regel ruhig, emotional Stabil und bleiben nur kurz schlecht gelaunt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass solche Personen besonders oft positive Gefühle erleben.


Neurotizismus Subskala/Facette: Ängstlichkeit

Ängstliche Personen fürchten oft spezifische Situationen oder sind allgemein leicht verängstigt. Sie fühlen sich oft angespannt, nervös und haben häufig das Gefühl, dass etwas schlimmes passieren wird. Gewissermaßen ist das "Kampf oder Flucht"-System von Betroffenen übersensibel und wird dadurch schnell aktiviviert.
Menschen mit geringen Werten in dieser Facette sind eher ruhig und Angstfrei.

Neurotizismus Subskala/Facette: Wut

Menschem mit hohen Werten bei dieser Facette reagieren empfindlich, wenn sie das Gefühl haben, dass sie nicht gerecht behandelt werden und sind verbittert, wenn ihnen gegenüber geschummelt wird bzw. sie betrogen worden sind. Außerdem sind solche Personen schnell gereizt, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es wollen. Ob jedoch Wut bzw. Ärger auch als Verhalten gezeigt wird, ist davon abhängig, wie stark dessen Verträglichkeit ausgeprägt ist. Bei hoher Ausprägung der Dimension Verträglichkeit, wird kaum Verägerung als Verhalten gezeigt.
Personen mit geriner Ausprägung in dieser Facette werden nur selt wütend und es ist schwer diese zu reizen.

Neurotizismus Subskala/Facette: Depression

"Depression" misst die Tendenz Traurigkeit, Mutlosigkeit und Niedergeschlagenheit zu empfinden. Personen mit einem hohen Wert an dieser Stelle sind eher energielos und haben Schwierigkeiten Neues zu beginnen.

Neurotizismus Subskala/Facette: Soziale Befangenheit

Sozial befangene Personen beschäftigt sehr, was andere über sie denken. Ihre Sorgen um Zurückweisung und Spott lässt sie schüchtern und unbehaglich fühlen, wenn sie unter Leuten sind. Sie sind schnell verlegen und schämen sich oft. Ihre Angst davor, dass sie gepiesackt und gemobbt werden, ist übertrieben und unrealistisch. Allerdings kann ihr aus ihrer Angst entstehendes, seltsames Verhalten dazu führen, dass Witze über sie gemacht werden (selbsterfüllende Prophezeiung).
Personen mit geringen Werten an dieser Stelle begehen nicht den Fehler und glauben von allen beobachtet und beurteilt zu werden. Unter Leuten fühlen sich diese nicht nevös.

Neurotizismus Subskala/Facette: Impulsivität

Personen mit hohen Werten auf dieser Subskala fühlen ein starkes Verlangen sowie Drang zu unterschiedlichen Dingen und Handlungen. Sie haben Schwierigkeiten diesen zu wiederstehen. Sie tendieren dazu sich auf kurzfristig Belohnungen zu konzentrieren und sich nicht langfristige Ziele zu suchen. Betroffene neigen zur Maßlosigkeit.
Personen mit kleinen Werten empfinden eher kein starkes Verlangen und ihnen fällt es entsprechend einfach Dinge in Maßen zu tun.

Neurotizismus Subskala/Facette: Verletzlichkeit

Hohe Werte in dieser Facette weisen darauf hin, dass man unter Druck schnell Panik, Verwirrung und Hilflosigkeit entwickelt.
Bei niedrigen Werten hingegen handelt man auch unter Druck selbstsicher und rational.

Extraversion


Extravertierte Personen zeichnet eine ausgeprägte Interaktion mit der Umwelt aus. Extravertierte genießen es, mit anderen Menschen zusammen zu sein, sind energiegeladen und erleben oft positive Emotionen. Sie sind leicht zu begeistern, sehr aktiv und wenn sich ihnen die Möglichkeit eröffnet, etwas Aufregendes zu erleben, so nehmen sie diese wahrscheinlich auch wahr. In Gruppen unterhalten sie sich gerne, setzen sich oft durch und versuchen die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Erhältst du nur einen kleinen Wert auf dieser Skala, so heißt dies, dass du ein introvertierter Typ bist. Introvertierte sind nicht so begeisterungsfähig, energiegeladen und aktiv wie Extravertierte. Sie neigen dazu ruhige Zeitgenossen zu sein, zurückhaltend, wohlüberlegt und interagieren weniger mit ihrem sozialen Umfeld. Ihre geringe soziale Beteiligung sollte nicht als Schüchternheit oder Depression interpretiert werden. Introvertierte benötigen schlicht weniger äußere Stimulation als Extravertierte und bevorzugen es alleine zu sein. Die Unabhängigkeit und Reserviertheit der Introvertierten wird manchmal als Unfreundlichkeit und Arroganz missverstanden. Ein Introvertierter, den eine hohe Verträglichkeit auszeichnet, wird nicht unbedingt aktiv auf andere zugehen, ist jedoch erfreut, wenn andere auf ihn zugehen.


Extraversion Subskala/Facette: Freundschaftlichkeit


Freundschaftliche Personen mögen allgemein anderer Menschen und bringen diesen offen positive Gefühle entgegen. Sie machen schnell Freunde und es fällt ihnen leicht nahe, enge Freundschften zu schließen.
Menschen mit geringen Ausprägungen in dieser Facette sind nicht zwangsläufig kaltherzig, allerdings erreichen sie andere Personen nicht in dem Maße wie ihr Konterpart und werden daher oft als distanziert und reserviert empfunden.

Extraversion Subskala/Facette: Geselligkeit


Gesellige Menschen finden die Gesellschaft anderer anregend und lohnend. Sie mögen die Aufgeregtheit innerhalb von Menschenmengen.
Eher kleine Ausprägungen weisen darauf hin, dass Betroffene sich von Menschenmengen leicht überwältigt fühlen und entsprechend Ansammlungen aktiv vermeiden. Sie genießen Gesellschaft durchaus hin und wieder. Allerdings ist ihr Bedürfnis nach Privatsphäre größer als das nach Menschengruppen um sich herum.

Extraversion Subskala/Facette: Durchsetzungsvermögen


Durchsetzungsstarke Personen äußern öfter ihre Meinung, übernehmen tendeziell die Führung in Gruppen und weisen andere an.
Durchsetzungsschwache hingegen reden oft eher wenig und lassen andere die Führung übernehmen.

Extraversion Subskala/Facette: Aktivitätsniveau


Personen mit hohen Aktvitätsniveau sind immer auf dem Sprung und stets beschäftigt. Sie sind energiegeladen und energisch.
Personen mit niedrigen Aktivitätsniveau hingegen leben langsamer, gemütlicher und entspannter.

Extraversion Subskala/Facette: Erlebnissuchend


Ohne starke Stimulation und Aufregung sind ausgeprägte Erlebnissuchende schnell gelangweilt. Sie brauchen Hektik und Rummel um sich herum. Für einen Kick nehmen sie oft auch Risiken in Kauf.
Gegenteilig veranlagte Personen vermeiden hingegend Aufregung, Hektik und Nervenkitzel.

Extraversion Subskala/Facette: Fröhlichkeit


An dieser Stelle wird das erleben positiver Emotionen und Gefühle gemessen - nicht negative, welche zur Dimension Neurotizismus gehören. Personen mit großen Werten in dieser Facette erleben oft Glücklichkeit, Enthusiasmus, Optimismus und Freude.

Offenheit für Erfahrung

Offenheit für Erfahrungen unterscheidet in fantasievolle, kreative Personen und bodenständige, sich an Konventionen haltende Personen. Menschen mit ausgeprägter Offenheit für Erfahrung sind neugieriger, vor allem auf Wissen, Schätzen die Kunst, sind sensibler für versteckte Schönheit und sie sind sich oftmals ihrer Gefühle bewusster als konventionellere Personen. Darüber hinaus denken und verhalten sich offene Menschen individueller und nonkonformistischer. Intellektuelle erreichen hier in der Regel hohe Messwerte, weshalb diese Dimension auch Kultur oder Intellekt genannt wurde. Dennoch ist der Zusammenhang zwischen einem hohen Ergebnis auf dieser Skala und dem Ausbildungsniveau und der Intelligenz einer Person nur mäßig. Eine weitere Eigenschaft einer offenen Denkweise ist, eine höher ausgebildete Fähigkeit abstrakt zu denken. Abhängig von der individuellen Intelligenz und anderer Eigenschaften zeigt sich diese Fähigkeit im mathematischen, logischen Denken oder in künstlerischen Fähigkeiten.
Personen, die hier einen niedrigen Wert erreichen, haben oftmals wenige, gewöhnliche Interessen. Sie bevorzugen das Unkomplizierte und Direkte gegenüber dem Komplexen und Mehrdeutigen. Manche betrachten die Kunst und Wissenschaft mit Argwohn, da diese abwegig und ohne praktischen Nutzen seien. Außerdem präferieren sie Vertrautheit gegenüber Neuartigem. Sie sind konservativ und beständig gegenüber Veränderungen.
Offenheit wird von Psychologen, die hier in der Regel selbst hohe Werte erzielen, oftmals als gesünder dargestellt. Nichtsdestotrotz hat auch eine gerinere Offenheit für Erfahrung in unterschiedlichen Situationen Vorteile. Personen, die hier geringe Werte erzielen, zeigen eine bessere Leistung in Polizeiarbeit, im Verkauf und im Dienstleistungssektor.


Offenheit für Erfahrung Subskala/Facette: Vorstellungskraft

Personen mit ausgeprägter Vorstellungskraft nutzen ihre Fantasie, um eine interessantere Welt zu erschaffen. Ihnen ist die reale Welt oft zu gewöhnlich und blass.
Eine geringe Vorstellungskraft zeigt sich in einem stärkeren Interesse an Fakten und geringeren Hang zum Fantasieren.

Offenheit für Erfahrung Subskala/Facette: Künstlerisches Interesse

Starkes künstlerisches Interesse zeigt sich in der Vorliebe für Schönheit in Kunst und Natur. Betroffene Personen verlieren sich leicht in Natur- und Kunstereignissen. Sie sind oftmals künstlerisch begabt, auch wenn dies nicht zwangsläufig der Fall sein muss.
Personen mit geringen künstlerischen Interesse fehlt die Sensibilität für Schönheit in Kunst und Natur und weisen ein nur geringes Interesse dafür auf.

Offenheit für Erfahrung Subskala/Facette: Bewusstheit für Emotionen

Personen mit hohen Werten in dieser Facette haben einen guten Zugang zu ihren Emotionen und sind sich diesen bewusst.
Geringe Werte weisen darauf hin, dass eine Person sich seiner Gefühler eher nicht bewusst ist und diese tendenziell nicht offen zeigt.

Offenheit für Erfahrung Subskala/Facette: Abenteuerlustigkeit

Abenteuerlustige Personen sind begierig darauf neue Aktivitäten auszuprobieren, zu fremden Ländern zu reisen, neue Dinge zu erleben. Sie finden Routine und Gewohneiten langweilig und würden nur wegen der Neuartigkeit einen anderen Heimweg wählen als gewöhnlich.
Gegenteilig Veranlagte empfinden Veränderung als unangenehm und fühlen sich entsprechen unwohl damit. Sie bevorzugen Routine.

Offenheit für Erfahrung Subskala/Facette: Intellektualität

Intellektuelle Menschen spielen gerne mit Ideen. Sie sind offen für neue, unkonventionelle Ideen und diskutieren gerne intellekutelle Probleme. Sie knobeln gerne und mögen Rätsel. Neben künstlerischen Interesse stellt Intellektualität den zentralsten Aspekt von Offenheit für Erfahrung dar.
Menschen mit gerinen Ausprägungen in dieser Facette bevorzugen die Beschäftigung mit Menschen oder Dingen uni nicht mit Ideen. Oft empfinden sie Denkaufgaben als Zeitverschwendung.
Intellektualität ist nicht gleichzusetzen mit Intelligenz. Intellektualität ist mehr ein Stil als eine Fähigkeit. Allerdings schneiden intellekutelle Menschen zu geringen Maßen bei Intelligenzmessungen besser ab als Personen mit geringen Intellektualitätswerten.

Offenheit für Erfahrung Subskala/Facette: Liberalität

Psychologischer Liberalismus bezieht sich auf die Bereitschaft, Autoritäten, Konventionen und Traditionen herauszufordern. In seiner extremsten Ausprägung entwickelt sich diese Bereitschaft zu Hass gegenüber Regeln, Sympathie für Regelbrecher und einer gewisse Liebe für Chaos und Ambiguität.
Psychologische Konservative hingegen bevorzugen Sicherheit, Stabilität und Konvortismus mit Traditionen.
Diese psychologischen Begrifflichkeiten sind nicht bedeutungsgleich mit den entsprechenden politischen Ausdrücken, jedoch bestehen Bedeutungsüberschneidungen. Eine psychologisch Konservative Person ist mit höherer Wahrscheinlichkeit auch plolitisch Konservativ.

Verträglichkeit

Verträglichkeit repräsentiert individuelle Unterschiede, bezüglich der Fähigkeit mit anderen Menschen zu kooperieren sowie sich sozial harmonisch zu verhalten. Verträgliche Personen kommen gut mit anderen Personen zurecht. Sie werden als freundlich, hilfsbereit und großzügig wahrgenommen. Sie gelten als kompromissbereit, haben einen optimistischen Blick auf das Leben und glauben, dass Menschen ehrlich, aufrichtig und vertrauenswürdig sind. Personen, die hier nur einen geringen Wert erhalten, sind eigene Interessen wichtiger als die der anderen. Ihre Skepsis gegenüber den Motiven anderer kann sie misstrauisch, unfreundlich und unkooperativ wirken lassen. Verträglichkeit ist offensichtlich ein Vorteil, um Beliebtheit zu erlangen. Andererseits ist eine hohe Verträglichkeit eher hinderlich, wenn es darauf ankommt, harte und objektive Entscheidungen zu treffen.Personen mit einer geringen Verträglichkeit können exzellente Wissenschaftler, Kritiker oder Soldaten werden.


Verträglichkeit Subskala/Facette: Vertrauen

Personen mit höheren Werten auf dieser Skala sind davon überzeugt, dass die meisten Menschen ehrlich sowie fair sind und gute Absichten haben.
Gegenteilig Veranlagte hingegen glauben, dass andere egoistisch sowie verschlagen sind und potenziel gefährlich.

Verträglichkeit Subskala/Facette: Aufrichtigkeit

Aufrichtigere Personen sind ehrlich, offenherzig und aufrichtig, da sie keinen Grund sehen anderen Menschen etwas vorzuspielen oder zu manipulieren.
Personen mit niedrigen Werten an dieser Stelle denken, dass ein bestimmter Grad an Täuschung in zwischenmenschlichen Beziehungen notwendig ist.
Im Allgemeinen fällt es Menschen leichter mit aufrichtigen Personen eine Beziehung aufzubauen. Wichtig hierbei ist, dass ein ein niedriger Wert nicht bedeutet, dass man unanständig oder unmoralisch sei. Sie sind einfach weniger bereit Privates zu entblößen.

Verträglichkeit Subskala/Facette: Altruismus

Altruistische Personen empfinden es allgemein lohnenswert zu helfen. Für entsprechende Personen kommt Helfen einer Selbsterfüllung gleich und nicht einer Selbstaufopferung.
Nicht altruistische Personen empfinden Helfen nicht unbedingt als lohnenswert, sondern eher als Belastung.

Verträglichkeit Subskala/Facette: Kooperation

Kooperationsbedürftige vermeiden Konfrontationen. Sie sind bereit Kompromisse enzugehen, um gut mit anderen auszukommen.
Personen mit eher geringen Werten in dieser Facette würde mit größerer Wahrscheinlichkeit andere einschüchtern und nicht kooperieren um sich selbst durchzusetzen.

Verträglichkeit Subskala/Facette: Bescheidenheit

Hohe Werte in Bescheidenheit zeigen an, dass entsprechende Personen eher nicht behaupten würden, "besser" als andere zu sein. In manchen Fällen ist dieses Verhalten auf geringes Selbstvertrauen zurückzuführen. Der gegenteilige Fall ist allerdings auch möglich, da eine Person mit hohen Selbstvertrauen Protzigkeit als ungebührig empfindet.
"Unbescheidene" Personen würden sich durchaus als "besser" im Vergleich zu anderen beschreiben. Diese werden öfter als unsympathisch und arrogant wahrgenommen.

Verträglichkeit Subskala/Facette: Mitgefühl

Personen mit hohen Werten in diesem Bereich sind weichherzig und mitfühlend. Schmerz anderer Personen nehmen wahr als wäre es ihr eigener und sie zeigen schnell mitleid.
Ein niedriger Wert weist darauf hin, dass die Person nicht schnell vom Leiden anderer Menschen betroffen ist. Sie loben sich selbst damit objektive und rationale Urteile zu fällen. Sie beschäftigen sich mehr mit der Wahrheit und Gerechtigkeit als mit Mitleid.

Gewissenhaftigkeit

Gewissenhaftigkeit zeigt an, wie gut wir uns kontrollieren, regulieren sowie unsere Impulse steuern können. Menschen, die hier einen geringen Wert erreichen, handeln vor allem impulsiv. Mit Impulsivität ist hierbei nicht etwas vorrangig negatives gemeint. Es gibt viele Situationen, in denen schnelles, impulsives Entscheidungsverhalten von Vorteil ist. Vor allem im Spiel bzw. im Sport ist spontanes und impulsives Verhalten notwendig. Impulsive Personen werden oft als farbenfrohe, lustige und ulkige Zeitgenossen wahrgenommen. Nichtsdestotrotz kann Impulsivität in einigen Situationen zu Problemen führen. Manche Impulse können anderen schaden, was als Resultat zu Vergeltungshandlungen durch den Geschädigten führen können. Ein weiteres potenzielles Problem fehlender Impulskontrolle ist, dass es zwar kurzfristig zu einer Bedürfnisbefriedigung kommt, die Langzeitfolgen jedoch negativ sind. Zum Beispiel eine unbedachte Beleidigung, die eine wichtige Beziehung zerstört oder der Missbrauch von bewusstseinserweiternde Substanzen zwecks Bedürfnisbefriedigung, was schließlich zu gesundheitlichen Schäden führt. Impulsives Verhalten, selbst wenn dieses nicht destruktiv ist, vermindert die Effektivität des Verhaltens einer Person erheblich. So wird das Abwägen unterschiedlicher potenziell wirkungsvollerer Handlungsalternativen durch Impulsivität verhindert. Außerdem stört sie die Organisation von Projekten und allgemein strukturierte Vorgänge. Personen mit einer geringen Gewissenhaftigkeit haben entsprechen nur vereinzelte, kleine, unbeständige Erfolge vorzuweisen
Gewissenhafte Personen hingegen zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, sich langfristige Zielen zu setzten, Schritte hin zur Zielerreichung sorgfältig zu planen und sich an den einmal gefassten Plan auch zu halten, selbst wenn dies mit Anstrengung und Unannehmlichkeit verbunden ist. Gewissenhafte Personen bedenken erst die Konsequenzen einer Handlung, statt direkt einem Impuls zu folgen und weisen eine gewisse Ordnungsliebe auf. Die Vorteile einer hohen Gewissenhaftigkeit sind das Vermeiden von Problemen und das Erreichen von Erfolgen, aufgrund von Durchhaltevermögen und sorgfältiger Planung. Außerdem werden sie als Intelligent und zuverlässig wahrgenommen. Sehr gewissenhafte Menschen könne allerdings auch schnell als spießig und langweilig wahrgenommen werden.


Gewissenhaftigkeit Subskala/Facette: Selbstwirksamkeit

Das Selbstvertrauen in die eigene Fähigekeit, Aufgaben zu erledigen, wird als Selbstwirksamkeit beschrieben. Personen mit hohen Werten sind davon überzeugt, dass sie die Intelligenz bzw. Rationalität, den Antrieb und die Selbstkontrolle besitzen, die notwendig ist, um erfoglreich zu sein.
Personen mit niedrigen Werten glauben nicht an ihre die Wirksamkeit ihrer Handlung und haben teilweise das Gefühl, dass sie nicht die Kontrolle über ihr leben haben.

Gewissenhaftigkeit Subskala/Facette: Ordnungsbedürfnis

Ordnungsbedürftige Personen sind gut organisiert und halten sich gerne an Routine und Stundenpläne. Sie fertigen Listen an und machen Pläne.
Personen mit kleinen Werten bei dieser Facette sind in der Tendenz unorganisiert und verstreut.

Gewissenhaftigkeit Subskala/Facette: Pflichtbewusstsein

Pflichtbewusste Personen haben einen ausgeprägten Sinn für Pflichten. Insbesondere moralisch sehen sie sich verpflichtet.
Gegenteilig Ausgeprägte empfinden Regeln und Abmachungen oftmals als sehr einschränken. Sie werden oft als unzuverlässig und teilweise auch als verantwortungslos betrachtet.

Gewissenhaftigkeit Subskala/Facette: Erfolgsstreben

Personen mit hohen Werten in dieser Facette macht ein ausgeprägter Arbeitswille des Erfolges wegen aus. Ihr Wunsch nach Erfolg und Anerkennung lässt sie an ihren zum Teil hochtrabenden Zielen festhalten. Sie haben eine klare Vorstellung, was sie tuen und erreichen wollen, wobei eine besonders starke Ausprägung in dieser Facette auf eine Arbeitssucht hinweisen kann.
Niedrig Ausgeprägte versuchen stets so wenig wie möglich zu leisten und werden oftmals als faul betrachtet.

Gewissenhaftigkeit Subskala/Facette: Selbstdisziplin

Selbstdisziplin oder auch Willensstärke bezeichnet die Fähigkeit, schwere und unangenehme Aufgaben zu vollenden. Selbstdisziplinierte Personen sind in der Lage ihren Widerwillen zu überwinden und dadurch Aufgaben zu beginnen und unabgelenkt zu bleiben.
Personen mit geringer Selbstdisziplin schieben Aufgaben oft auf und selbt wenn sie einmal begonnen haben, lassen sie sich schnell ablenken. Selbst wenn sie ein Ziel unbedingt erreichen wollen, geben sie oft noch vor Zielerreichung auf.

Gewissenhaftigkeit Subskala/Facette: Voraussicht

Voraussichtige Personen denken bevor sie handeln verschiedene Möglichkeiten durch und nehmen sich für eine Entscheidung Zeit.
Gegenteilige Personen sagen und tuen Dinge erst und denken dann, z.B. über Konsequenzen, nach.

Testfragen und Testformat

Im Aufbau! (testfragen.xlsx)