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Persönlichkeitstests

"deineTests.de" stellt eine Plattform zur Erforschung der Persönlichkeit, dessen Zusammenhänge zu unterschiedlichen Faktoren und zur Entwicklung von Tests rund um die Persönlichkeit dar. Wir haben unterschiedliche Tests entwickelt, die jeweils unterschiedliche Einflüsse der Persönlichkeit untersuchen, zum Beispiel einen Paartest oder einen Studiengangstest. Die Tests basieren alle auf der Perssönlichkeit und sollen den Nutzern einerseits eine Hilfe anbieten, indem sie eine persönlicheitsgestützte Entscheidungshilfe anbieten und andererseits die Forschung in den jeweiligen Bereichen weiter vertiefen.

Die Persönlichkeit und die großen Lebensfaktoren

Es existieren einige Aspekte, einige Faktoren, von denen jeder weiß, dass sie unser Leben stark beeinflussen. Zu diesen gehört die Genetik eines Menschen, sein Aussehen, seine Herkunft, seine Talente und auch die Persönlichkeit. Bei manchen dieser Aspekte ist es sehr aufwändig ihren Einfluss und die Art und Weise des Einflusses zu bestimmen, bei anderen ist es einfach.

Auch die Persönlichkeit war lange Zeit ein schwarzes Loch, von dem zwar jeder wusste, dass es existiert, alles Weitere blieb allerdings Vermutung und Ungewissheit. Hier hat sich allerdings am Ende des letzten Jahrhunderts eine entscheidende Wende ereignet. Mit der Verbreitung des Computers entstanden neue Möglichkeiten in der Persönlichkeitsforschung und so wurde schließlich doch noch Licht ins dunkle Loch gebracht.

Moderne Persönlichkeitstestung

Die Persönlichkeitstestung ist heutzutage kein Hexenwerk mehr. Forscher des eigenen Ichs seien jedoch gewarnt, vor allem im Netz sind die meisten Persönlichkeitstests nicht der Mühe wert. Liest man heute einen Artikel oder eine Überschrift über den Einfluss der Persönlichkeit, kann davon ausgegangen werden, dass ein Big-Five Persönlichkeitstest eingesetzt wurde. Diese Art Persönlichkeitstest wiederum findet man nicht so einfach im Internet.

Forschungsergebnisse rund um Persönlichkeitstests

Dabei ist die Persönlichkeit relativ gut erforscht. Es wurden zahlreiche Zusammenhänge zur Persönlichkeit aufgezeigt. So weiß man heute, welche Persönlichkeitsdimension mit Erfolg im Zusammenhang steht (Gewissenhaftigkeit) oder welcher mit Krankheiten (Neurotizismus). Anhand der Persönlichkeit sind valide Vorhersagen möglich, welche Menschen öfter glücklich sind (Extravertierte), welche mehr Freunde haben (Verträgliche) und worauf es bei einer Partnerschaft ankommt (Persönlichkeitsähnlichkeit).

Der Persönlichkeitseffekt

Insbesondere ist interessant, dass in fast allen erforschten Bereichen der Einfluss der Persönlichkeit konstant gleich bzw. ähnlich hoch ist. Eine banale Erkenntnis, bedenkt man, dass die Persönlichkeit Persönlichkeit heißt, eben weil ihr Einfluss nicht nur auf wenige Situationen beschränkt ist, sondern global, also immer vorhanden ist.

Der Persönlichkeitseffekt liegt bei ca. r= 0,3. Mit diesem Wert (ein Korrelationswert) werden die wenigsten etwas anfangen können. Er bedeutet in etwa soviel, dass 9% deines Handeln auf deine Persönlichkeit zurückzuführen ist. 9% hört sich im ersten Moment nicht viel an. Ist es auch nicht in Bezug auf eine Handlung. Wechselt man jedoch die Perspektive weg von der einen zu allen Handlungen die von einer Person getätigt werden, ändert sich auch die Einschätzung der Bedeutsamkeit.

Der Nutzen von Persönlichkeitstests

Professionelle Persönlichkeitstests können heute mehr als nur ein vergnügsamer Zeitvertreib sein, man muss nur wissen, welche Persönlichkeitsausprägung mit welchen Effekten einhergeht. Wir bei „deineTests" versuchen unser Wissen rund um die Persönlichkeit weiter auszubauen und dir zu helfen, Kenntnisse für dich aus unserem Persönlichkeitstest zu schließen.

Unser Studienblog rund um die Persönlichkeit

Der Studienblog stellt eine Sammlung von persönlichkeitspsychologischen Wissen dar. Hier werden bestehende Forschungen zu unterschiedlichen Themen zusammengefasst und auf eine Weise aufbereitet, dass sowohl der Laie, als auch der Fachmann auf seine Kosten kommt.

Das Themenfeld ist herbei sehr weit. Es werden Persönlichkeitsstörungen vorgestellt, wirtschaftspsychologische Themen und auch ein bisschen Statistik kommt vor. Ein mindestmaß an Wissen in diesem Bereich der mathematik ist also unabdingbar, um mehr als nur Bahnhof in der empirischen Forschung zu verstehen. Darüber hinaus stellen wir in unserem Studienblog die neu entwickelten Tests vor und erklären ihre Funktionsweise. Hierbei gehen wir auch auf den wissenschaftlichen Hintergrund der Tests ein, die gefundenen Effektgrößen sowie Bedeutung des Testergebnisses für den Testnutzer.

Der Blog wird stetig weiterentwickelt. Sollten Sie Fragen zu einem Thema haben, bzw. sich einen Beitrag zu einem bestimmten Thema wünschen, können Sie uns das gerne per Mail (kontakt@deinetests.de) mitteilen. Der Blog ist hierbei aufgeteilt in dimensionsspezifische Einträge, wie zum Beispiel Erkenntnisse über „Gewissenhaftigkeit" und allgemeine Einträge, die sich nicht auf nur eine Persönlichkeitsdimension sonder auf alle beziehen.

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Borderline – Therapien und ihre Wirksamkeit

Die Diagnose Borderline-Persönlichkeitsstörung ist für vielen ein Befreiungsschlag, da man endlich weiß, was mit einem los ist. Es trifft einen keine Schuld, man leidet an einer Krankheit. Sie ist allerdings nur der erste Schritt. Als nächstes muss eine passende, wirksame Therapie gefunden werden. Welche Therapien sind allerdings wirksam, bzw. für welche liegen überhaupt Wirksamkeitsnachweise vor? Weiterlesen

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Die narzisstische Persönlichkeitsstörung

Narzissmus wird mit Arroganz, Angeberei und Unfreundlichkeit assoziiert. Manche wird überraschen, dass Narzissmus nicht ausschließlich negativ zu bewerten ist. Wie üblich mach die Dosis das Gift und gar keine narzisstische Eigenschaften zu besitzen, ist ebenfalls nicht zuträglich. Was jedoch ist denn nun eine narzisstische Persönlichkeitsstörung und vor allem, wie narzisitsch bist du? Weiterlesen

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Die paranoide Persönlichkeitsstörung

Paranoia ist weithin dank Filmen bekannt. Der psychisch gestörte mit Verfolgungswahn. In den meisten Fällen allerdings handelt es sich gar nicht um Paranoia als eigenständige Störung, sondern um eine andere psychische Störung wie Schizophrenie. Der paranoide Anflug ist nur ein Symptom der schizophrenen Störung. Wahnvorstellungen, wie das man vom Geheimdienst verfolgt wird, sind sehr selten unter wirklich paranoia Betroffenen. Was ist also die paranoide Persönlichkeitsstörung? Weiterlesen

Weitere Blogbeiträge

Der Myers-Briggs-Typenindikator
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Der Mensch hat den Drang, sich möglichst auf einen Typen reduzieren zu wollen. Der vielleicht bekannteste Per- sönlichkeitstest, der diesen Drang befriedigt ist der der Myers-Biggs-Typenindikator. Allerdings sind bezüglich der Korrektheit und Seriösität des Typen-Persönlichkeitstests nicht unerheb- liche Zweifel angebracht. Weiterlesen

Borderline – Eine Persönlichkeitsstörung
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Abgesehen von wenigen Begegnungen in Filmen, hat man wenig Kontakt mit dem Krankheitsbild Borderline. Betroffene sind Opfer ihrer Gene und ihrer meist schmerzhaften Kindheit. Wir klären in diesem Beitrag die Krankheit auf und gehen auf dessen Erforschung, Symptomatik und Therabierbarkeit ein. Weiterlesen

Der Soziopath und die antisoziale Persönlichkeitsstörung
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Der Soziopath und Psychopath sind die Bösewichte in vielen Krimis. Beide Begriffe werden hierbei synonym verwendet. Allerdings existieren zwischen den Krankheitsbilder entscheidende Unter- schiede. Das und was die antisoziale Persönlichkeitsstörung mit dem ganzen zu tun hat, findet ihr hier heraus. Weiterlesen

Der IPIP-D-120 Persönlichkeitstest

Der IPIP-D-120 Persönlichkeitstest ist ein studentisch entwickelter Persönlichkeitstest. Er misst 35 Persönlichkeitseigenschaften bzw. Dimensionen. 5 Eigenschaften stellen hierbei die Metadimensionen der Big-Five bzw. OCEAN Persönlichkeitstaxanomie dar. Diese sind „Neurotizismus", „Extraversion", „Offenheit für Erfahrung", „Verträglichkeit" und „Gewissenhaftigkeit". Validiert wurde der Test anhand des NEO-PI-R sowie den Kurztests BFI-10 und BF-16 AM.

Nicht nur sind die Big-Five das wohl am besten evaluierte und erforschte Persönlichkeitskonzept, es wurden darüber hinaus etliche relevante Zusammenhänge zwischen den Big-Five und andern Faktoren, wie zum Beispiel die Jobperformanz, gefunden. Einige dieser Zusammenhänge sind in unserem Studienblog beschrieben.

Den IPIP-D-120 Persönlichkeitstest kann man auch hier auf „deineTests" absolvieren unter Persönlichkeitstest. Er dauert ca. 10 Minuten und man erhält eine Auswertung der eigenen Persönlichkeit in den 35 Persönlichkeitseigenschaften sowie eine Erklärung der Bedeutung dieser. Mit der Teilnahme unterstützen Sie die weitere Evaluierung des Tests sowie eine Verbesserung der Ergebnisinterpretation.

Professionelle Persönlichkeitstests besitzen keine festen Bewertungskriterien. Die Einschätzung der Persönlichkeit erfolgt anhand einer Vergleichsstichprobe. Diese besteht in aller Regel aus Personen des gleichen Kulturraums, des gleichen Geschlechts und eines vergleichbaren Alters. Die Einschätzung auf deineTests erfolgt auf Basis deutschsprachiger Teilnehmer, die das Original, den englischsprachigen IPIP-NEO-PI-R, absolviert haben. Daher ist eines der Ziele dieser Webseite das Aufbauen einer eigenen Vergleichsstichprobe mit Absolventen, die den deutschsprachigen Test absolviert haben. Alle Infos rund um den IPIP-D-120, sind unter Persönlichkeitstest – Testinfos nachlesbar.

Weitere Tests und Erweitertes Forschungsfeld

Die Plattform ist auch als Möglichkeit weiterer universitäre Forschung, die im Zusammenhang mit der Persönlichkeit steht, gedacht. So können unter Weitere Tests ebenfalls Studien aufgelistet sein. Bezüglich des erweiterten Forschungsfeldes Persönlichkeit, werden auf "deineTests" auch marktpsychologische Projekte durchgeführt. Sie werden als Folge der Teilnehme an einer solchen Studie nicht Ziel personalisierter Werbung!

Neues auf deineTests

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Drucke dein Persönlichkeitstest-Ergebnis aus

Jetzt können die Ergebnisse unseres Persönlichkeitstests ausgedruckt werden. Einfach bei der Persönlichkeitsauswertung auf den Link "Druckansicht" klicken. Auf der nächsten Seite den Button "Testergebnis drucken" wählen. Dann sollte sich bereits ein Fenster mit Druckotionen öffenen. Bei Smartphones im Browsermenu auf "Webseite herunterladen/speichern" gehen. Hier zum Persönlichkeitstest

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Der WG-Persönlichkeitstest

Spare Geld und Nerven mit unserem WG-Test. Er berechnet basierend auf der WG-Persönlichkeit die Ähnlichkeit zu WG-Bewerbern. Aus vielen Studien ist bekannt, dass die Ähnlichkeit zwischen Menschen erheblich beeinflusst, wie sympathisch man sich gegenseitig empfindet. Damit ist er eine praktische Hilfe bei der WG- bzw. Mitbewohner-Suche. Er hilft euch also diejenigen WG-Bewerber herauszufiltern, bei denen sich ein Treffen lohnen wird. Mehr Infos zum WG-Test

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Der Persönlichkeits-Paartest

Ist dein Partner der Richtige für ein gemeinsames Leben? Mache den Paartest und finden es heraus. In der Psychologie ist bereits seit langem bekannt, sich Gleich und Gleich am liebsten zueinander gesellt. Mann weiß, dass die Persönlichkeit Einfluss auf die Beziehungslänge und Beziehungszufriedenheit nimmmt. Da sich die Persönlichkeit im Leben nur wenig ändert determiniert diese zum Teil, mit wem wir ein Partnerschaft beginnen werden. Mehr Infos zum Paartest

Hintergründe der professionellen Persönlichkeitsforschung und Persönlichkeitstests

Die Big-Five bzw. Persönlichkeitstests, die diese messen, sind mittlerweile sehr weit verbreitet. Am Anfang jedoch bestand die Frage, was überhaupt die Persönlichkeit. Die Persönlichkeit beschreibt vergleichsweise stabile Tendenzen und Muster im Erleben und Verhalten einer Person in ihrer Gesamtheit und Organisation. (Rauthmann, 2016).

Dies ist die wohl üblichste Definition der Persönlichkeit, in dessen Kern die Persönlichkeit typische Verhaltensweisen beschreibt. Für eine Person typisch ist dabei, wenn bestimmte Verhaltensweisen tendenziell oft gezeigt werden. Wichtig ist hierbei, dass das typische Verhalten bzw. Abwandlungen dessen in vielen unterschiedlichen Situationen gezeigt wird. Neben Verhaltensweisen im Sinne von äußerlich erkennbaren Handlungen sind hiermit auch typische Denkmuster und auch typische Wahrnehmungsverzerrungen gemeint. So interpretieren Menschen die gleichen Ereignisse unterschiedlich, je nachdem, wie der Jeweilige typischer Weise denkt.

Ein Optimist interpretiert eine Situation insofern grundlegend anders als ein Pessimist. Auch die Wahrnehmung wird von der Persönlichkeit verzerrt. Um beim Beispiel Optimist im Vergleich zum Pessimisten zu bleiben, der Optimist sucht im wahrnehmbaren Bereich eher nach positiven Informationen als der Pessimist. Dieser sucht eher nach negativen Infos.

Woran erkennt man einen Persönlichkeitszug?

Eine Definition wie diese ist zwar zur Klärung der Frage, was ein Persönlichkeitszug an sich ist, hilfreich, welche typischen Verhaltensweisen diesen dann ausmachen, wird allerdings nicht geklärt. Die Frage ist also, was konkret erforscht werden muss, um die unterschiedlichen Persönlichkeitseigenschaften zu identifizieren. Eine Antwort darauf ist der lexikale Ansatz.

Im Deutschland der 1930er Jahren entwickelten Klages sowie Baumgarten den lexikalen Ansatz zur Identifizierung von Persönlichkeitszügen (Pervin, 1999). Die Idee hinter dem lexikalen Ansatz ist, dass Persönlichkeitszüge in Form von Eigenschaftsbegriffen in der Sprache kodiert sind. Für gewisse Verhaltensweisen, die von Personen regelmäßig gezeigt werden und da die Unterscheidung des Verhaltens von besonderer Wichtigkeit ist, hätten sich in der Sprache Begriffe entwickelt. Diese Begriffe würden alle wichtigen Persönlichkeitszüge beschreiben, die das relevante Verhalten von Personen unterscheiden würden (Pervin, 1999).

Noch in den 1930er Jahren wurde diese Idee von Allport und Odbert in die USA gebracht. Sie analysierten als erste ein Wörterbuch systematisch nach Begriffen, die genutzt werden könnten, um das Verhalten einer Person von dem Verhalten einer anderen Person zu unterscheiden. Es entstand eine List von fast 18.000 Wörtern. Allport und Odbert fanden, dass die Analyse dieser Begriffe ein Forscherleben in Anspruch nehmen würde. Tatsächlich sollten sie recht behalten (Pervin, 1999).

Die Entdeckung der Big-Five

Die Entdeckung der Big-Five ist eng verknüpft mit den Forschungen zum Lexikalen Ansatz. Alport und Odbert gruppierten die Begriffe ihrer Liste noch selbst in vier Kategorien. Zwei dieser Kategorien, die „personal traits“, welche stabile Verhaltenstendenzen beschreibt sowie die „temporary states“, welche Begriffe zum Ausdruck temporäre Stimmungen und Aktivitäten beinhaltet, nutze wiederum Cattel 1943 zur Entwicklung seines 16-Faktoren-Modelles zur Persönlichkeit (Pervin, 1999).

Laut diesen Modelles besteht die Persönlichkeit aus 16 Haupteigenschaften, wobei sich die Menschen in der Ausprägung bezüglich dieser Eigenschaften unterscheiden. Hierzu sortierte er die 4600 Begriffe beider Kategorien in 35 Gruppen bzw. Variablencluster. Diese 35 Cluster nutzte er zur Entwicklung von Testfragen für Fragebögen. Erhebungen mit diesen Fragen und anschließender Faktorenanalysen ergaben schließlich 16 Faktoren.

Bei der Faktorenanalyse handelt es sich um ein gebräuchliches statistisches Verfahren, um latente, also nicht direkt messbare Faktoren zu identifizieren. Hierfür werden Fragen bzw. Items mit unterschiedlichen Inhalt darauf geprüft, ob sie zueinander hoch korrelieren, also ob sie ähnlich beantwortet werden. Ist dies der Fall, kann begründeter Weise die Vermutung aufgestellt werden, dass diese Fragen letztendlich den gleichen Faktor messen.

Cattels Arbeit ist von hoher Bedeutung, nicht weil sein Modell heute noch Bestand hätte bzw. weit verbreitet ist, sondern weil zahlreiche folgende Persönlichkeitsforscher auf seine Arbeit aufbauten (Amelang, Bartussek, & Stemmler, 2006).

Fiske war einer der Wissenschaftler, die Cattels Cluster in modifizierter Form nutzten. Mithilfe von Fragebögen, die eine Auswahl von 22 der 35 Cluster beinhalteten, konnte er unter Einsatz der Faktorenanalyse fünf Persönlichkeitsfaktoren identifizieren (Amelang et al., 2006). Die erste wirklich breite empirische Unterstützung erhielt der Big-Five-Ansatz jedoch erst in den 1960er Jahren. Tupes und Christal reanalysierten mehrere Stichproben, da Cattels Cluster eingesetzt wurden (Amelang et al., 2006).

Sie wählten hierbei bewusst Studien aus, deren Stichprobenzusammensetzung sich stark voneinander unterschieden. Die Hälfte der Stichproben stammten hierbei von Cattels und von Fiskes Erhebungen. Tupes und Christal konnten in allen Analysen jeweils fünf robuste Faktoren finden. Damit war die Idee geboren, dass sich die Persönlichkeit einer Person in fünf, abstrakte Faktoren zum Ausdruck bringen ließe (Amelang et al., 2006).

Die Big-Five und der Persönlichkeitstest

Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Studien durchgeführt, die unter Anwendung verschiedener Daten, Stichproben und Messinstrumenten der Persönlichkeit auf den Grund gehen sollten (Pervin, Cervone, & John, 2005).

Mit Beginn der 1980er Jahre, da die Durchführung aufwändiger mathematischer Verfahren, wie der Faktorenanalyse, immer einfacher wurde, begegneten Lewis Goldberg bei der Prüfung eben dieser zahlreichen Studien genauso wie Tupes und Christal immer wieder fünf robuste und reliable Faktoren. Die Datenlage war zu diesem Zeitpunkt bereits sehr viel größer als noch zu Tupes und Christals Zeiten und aufgrund der Vielzahl von Persönlichkeitszügen, die einer der fünf Faktoren subsummierten, verlieh Goldberg den fünf Faktoren den Namen „Big-Five“ (Pervin et al., 2005).

Die Faktoren erhielten schließlich die Namen „neuroticism“ (Neurotizismus), „extraversion“ (Extraversion), „openness to expierience“ (Offenheit für Erfahrung), „agreeableness“ (Verträglichkeit) und „conscientiousness“ (Gewissenhaftigkeit) (John & Srivastava, 1999; Rauthmann, 2016).

Der Faktor bzw. die Dimension Neurotizismus fasst Tendenzen zu emotionaler Stabilität und Labilität zusammen. Personen mit stark ausgeprägten Neurotizismus sind emotional labiler, empfindsamer, zeigen oft ängstliches-nervöses Verhalten und sind launischer (John & Srivastava, 1999; Rauthmann, 2016).

Die Dimension Extraversion besteht aus den Extremen Introvertiertheit und Extravertiertheit. Hier wird das Bedürfnis einer Person nach zwischenmenschlicher Interaktion sowie nach sozialer Stimulation beschrieben. Personen die als extravertiert gelten sind geselliger, heiter und herzlich (John & Srivastava, 1999; Rauthmann, 2016).

Der dritte Faktor „Offenheit für Erfahrung“ beschreibt den Drang nach neuen Erlebnissen und Eindrücken. Personen mit hohen Ausprägungen zeigen hier Ideenreichtum, wissbegieriges Verhalten und Unkonventionalität (Pervin et al., 2005; Rauthmann, 2016, 2016).

Die Dimension „Verträglichkeit“ unterscheidet Liebenswürdigkeit und Antagonismus und beschreibt die Einstellungen und Verhaltensweisen einer Person in sozialen Beziehungen. Verträgliche Personen zeigen in der Regel hilfsbereites, gutmütiges aber auch leichtgläubiges Verhalten (John & Srivastava, 1999; Rauthmann, 2016).

„Gewissenhaftigkeit“ bewertet das Verhalten nach dem Ausmaß der Organisiertheit und der Ausdauer einer Person. Der Faktor differenziert zwischen Unzuverlässigkeit und Ziellosigkeit und Zuverlässigkeit und Zielgerichtetheit (Pervin et al., 2005; Rauthmann, 2016).

In den 1990er Jahren schließlich war die Forschungslage so eindeutig, dass das Feld der Persönlichkeitsforschung die Big-Five-Taxonomie größtenteils anerkannte (John & Srivastava, 1999). Die Big-Five repräsentieren hierbei weniger eine bestimmte Theorie, sondern stellen ein deskriptives Grundgerüst bzw. eine Struktur dar, in welche bisherige Modelle und Taxonomien integriert werden können (John & Srivastava, 1999).

Allport und Odbert sollten also schließlich recht behalten. Mit ihrer Liste von 18.000 Begriffen hatten sie einen Prozess angestoßen, der schließlich ein Forscherleben später in der Big-Five-Taxonomie gipfelte.

Literaturverzeichnis

Amelang, M., Bartussek, D., & Stemmler, G. (2006). Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung (6., vollständig überarbeitete Auflage). Kohlhammer-Standards Psychologie.

John, O. P., & Srivastava, S. (1999). The Big Five trait taxonomy: History, measurement, and theoretical perspectives. Handbook of Personality: Theory and Research, 2(1999), 102–138.

Pervin, L. A. (Ed.). (1999). Handbook of personality: Theory and research (2. ed.). New York NY u.a.: Guilford Press.

Pervin, L. A., Cervone, D., & John, O. P. (2005). Persönlichkeitstheorien: Mit 33 Tabellen (5., vollst. überarb. und erw. Aufl.). UTB für Wissenschaft: Vol. 8035. München, Basel: Reinhardt.

Rauthmann, J. F. (2016). Grundlagen der Differentiellen und Persönlichkeitspsychologie: Eine Übersicht für Psychologie-Studierende (1. Auflage). essentials. Wiesbaden: Springer. Retrieved from http://search.ebscohost.com/login.aspx?direct=true&scope=site&db=nlebk&AN=1071176